| Auviso Kriens – Schon in der
Champions League
Pressebericht Neue Luzerner Zeitung, 14.11.2009
von Stefan Waldvogel
Zum dritten Mal in sechs Jahren benötigt die Krienser
Auviso mehr Platz. Sie spielt punkto Video, Ton und Licht
in der Champions League.
Als 30-Jähriger
hat sich Martin Elmiger zusammen mit seinem Kollegen
Thomas Erni selbstständig gemacht. Sechs Jahre
später
beschäftigt die Firma Auviso in Kriens insgesamt
23 Leute, davon sind 5 Lehrlinge. «Wir haben
viel gearbeitet, aber natürlich hatten wir auch
etwas Glück. Dass der Markt für die Vermietung
von Bild-, Licht- und Tonmaterial in den vergangenen
Jahren
stark gewachsen ist», sagt Elmiger bescheiden.
Das Duo startete mit 100 000 Franken und ohne einen
Bankkredit. Aber man schrieb trotz grossen Investitionen
jedes Jahr
schwarze Zahlen, und «heute gehören die
Banken zu unseren besten Kunden», freut sich
Elmiger,
der selber eine kaufmännische Lehre auf der Bank
absolviert hatte, später aber seine Freude an
der Technik mit dem Beruf verbinden konnte.
Nochmals
Umsatzplus
«Etwas selbstständig zu machen, liegt mir
im Blut, und es macht viel Spass, wenn man sieht, wie
schnell
es vorwärtsgeht.» Zwar spüre man
seit diesem Sommer eine gewisse Zurückhaltung
bei den Kongresskunden, doch diverse neue Projekte
versprechen
auch für dieses Jahr nochmals ein Umsatzplus.
Mit dem KKL arbeitet
Auviso schon länger erfolgreich zusammen.
Mittlerweile hat die junge Firma bereits einen
so guten Leistungsausweis,
dass sie beispielsweise für Novartis in Madrid
und Lissabon grosse Kundenevents mit Video und
Simultanübersetzung
betreut. Für die Luzerner Agentur Team rüsten
die Spezialisten beispielsweise das «Champions
Club Hospitality» für wichtige Gäste
in Zürich
mit kompletter Audio, Video- und Lichttechnik aus,
aber auch im kommenden Mai das «Champions
Village» in
Madrid. «Das
macht uns natürlich schon etwas stolz, aber wir
tun es nicht um des Prestiges Willen, sondern das
muss sich auch rechnen», erläutert Elmiger.
Jedes Jahr viel investiert
Angesichts des teuren Materials
ist die Lastwagenfahrt nach Spanien schon fast vernachlässigbar.
Allein einer der grossen Video-Beamer kostet rund 90
000 Franken,
und nur davon stehen rund ein Dutzend im Lager
in der Krienser Sternmatt. Man habe jedes Jahr mindestens
1
Million Franken ins
Material investiert, sagt der Geschäftsführer. «Speziell
bei den wichtigen Videogeräten gibt es
ständig
bessere Geräte, und wir wollen punkto
Qualität
ganz vorne sein», erläutert Elmiger.
Der
grösste einzelne Anlass in der Region
ist immer noch die Generalversammlung der
Luzemer Kantonalbank.
Da reicht selbst das grosse Lager nicht mehr,
und man miete etwas zu. Da sind etwa 20 Leute
2 Wochen lang mit
Vorbereiten und Aufstellen beschäftigt,
illustriert Elmiger. So kostet die Technik
für einen Grossanlass
mit mehr als 4000 Gästen schnell mal einige
hunderttausend Franken. Das Vermietungsgeschäft
bringt etwa 60 Prozent des Gesamtumsatzes von
rund 7 Millionen Franken. Dazu installieren
die Techniker der Auviso die Beamer und andere
Geräte auch fix, etwa in Schulhäusern
oder bei Firmen. Auch da wird es manchmal terminlich
etwas eng. «Beim Gottlieb-Duttweiler-Institut
waren wir kaum mit der Arbeit fertig,
als schon Kofi Annan den Gottlieb-Duttweiler-Preis
entgegennahm»,
erinnert sich der junge Chef. Einen anderen
Auftrag hätte
er liebend gern bekommen: Die Multimediatechnik
für
die Hörsäle an der neuen Uni Luzern.
Beim Geschäft
war ein österreichischer Konkurrent
sehr deutlich günstiger.
Tragische Erfahrung
In seiner jungen Karriere hat er schon viel
Schlimmeres erlebt. Als einer seiner
Mitarbeiter vor einem
Jahr aus vier Metern Höhe auf den
Boden fiel und mit einem schweren Schädelbruch
zwischen Leben und Tod schwebte. «Als
ich mit seiner Mutter vor der Intensivstation
wartete,
war mir auch bewusst, wie relativ alles
ist.» Zum
Glück ist der Mitarbeiter wieder
völlig gesund
und arbeitet mit Freude für das
junge Team. «Bei
uns arbeiten viele "Techis",
aber sie müssen
auch mit den Leuten umgehen und
etwa Herrn Vasella mit einem Mikrofon
ausrüsten können.»
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